Der F.A.Z.-Kongress findet digital am 12. März 2021 statt.

Programm

Der F.A.Z. Kongress am 12. März 2021

Tagesmoderation
Heike Göbel
Geboren 1959 in Leverkusen. Nach dem Abitur zunächst Studium der Indologie und Politikwissenschaft in Freiburg, verbunden mit längeren Aufenthalten in Indien. Nach mehreren Versuchen, dem altsprachlich geprägten Studium eine praktisch verwertbare Richtung zu geben, folgt der Entschluss, Volkswirtschaft zu studieren. 1986 Diplom in Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg. Knapp zwei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Arbeit an einer Studie über die neuen Industrieländer im pazifischen Raum. Der Wunsch, Journalistin zu werden, überwiegt zunehmend das Interesse an der theoretischen Arbeit. Ein Volontariat bei den „Stuttgarter Nachrichten“ ermöglicht 1989 den Einstieg in diesen Beruf, dort auch die erste Stelle als Wirtschaftsredakteurin. Im April 1992 Wechsel in die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die sie von 1994 an in Bonn und Berlin die Finanz- und Rentenpolitik beobachtet. 2002 Rückkehr in die Zentrale als verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik. Ausgezeichnet unter anderem mit dem Preis des Steuerzahlerbundes (2005) und dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik (2006). Verheiratet, zwei Kinder.
Sandra Kegel
Geboren am 3. September 1970 in Frankfurt am Main, studierte sie in Aix-en-Provence, Wien und Frankfurt Germanistik, Romanistik sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Anschließend arbeitete sie für Rundfunk und Zeitungen, bis eine kürzere Hospitanz im Feuilleton der F.A.Z. in eine längere Lehrzeit in der Nachrichtenredaktion führte. Seit 1999 ist Sandra Kegel Redakteurin im Feuilleton. Nach Stationen im Medienressort und in der Wochenendbeilage „Bilder und Zeiten“ wurde sie 2008 Redakteurin für Literatur und Literarisches Leben. Seit Oktober 2019 ist sie zusammen mit Hannes Hintermeier verantwortliche Redakteurin für das Feuilleton. Sie hat das Reiselesebuch „Paris“ herausgegeben, war Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises und wurde mit dem Ravensburger Medienpreis ausgezeichnet; verheiratet und hat zwei Kinder.
Dr. Reinhard Müller
Geboren 1968 in Walsrode. Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Münster. Von 1994 an wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht der TU Dresden, 1996 Promotion. Eintritt in die politische Redaktion der F.A.Z. im Januar 1998. Seit Januar 2008 verantwortlich für „Staat und Recht“. Seit Juli 2012 zudem verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“, seit November 2017 auch für F.A.Z. Einspruch.
Über die Sprecher
Heike Göbel
Wirtschaft
Sandra Kegel
Feuilleton
Dr. Reinhard Müller
Politik
09.30 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Thomas Lindner
Thomas Lindner ist seit Januar 2014 Vorsitzender der Geschäftsführung der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH. Zuvor war der gebürtige Frankfurter über 15 Jahre beim Verlagshaus Gruner + Jahr. Lindner verantwortete dort zuletzt die Geschäftsführung der Titelgruppe stern/Geo/art sowie die Leitung des G+J Verlagsstandortes in München. Diese Position hatte er bis zu seinem Wechsel zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung inne. Thomas Lindner studierte Betriebswirtschaftslehre in Münster und hat einen MBA der Haas School of Business in Berkeley.
Über die Sprecher
Thomas Lindner
Sprecher der Geschäftsführung
09.50 Uhr
Eröffnungs-Keynote – Im Zeichen von Corona: Deutschland und Europa in einer Welt im Umbruch
Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier wird am 5. Januar 1956 in Detmold/Kreis Lippe geboren. Er ist seit 1995 mit Elke Büdenbender verheiratet. Gemeinsam haben sie eine Tochter. Nach dem Besuch des Neusprachlichen Gymnasiums in Blomberg und einer zweijährigen Bundeswehrzeit studiert Frank-Walter Steinmeier ab 1976 Rechtswissenschaften, seit 1980 zusätzlich auch Politikwissenschaften, an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. 1982 legt er seine Erste Juristische Staatsprüfung ab. Anschließend leistet er seinen Juristischen Vorbereitungsdienst in Frankfurt am Main und Gießen, den er 1986 mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung beendet. Danach arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für öffentliches Recht und Wissenschaft von der Politik an der Universität Gießen. 1991 schließt er seine Promotion zum Dr. jur. mit der Arbeit "Bürger ohne Obdach: zwischen Pflicht zur Unterkunft und Recht auf Wohnraum. Tradition und Perspektiven staatlicher Intervention zur Verhinderung und Beseitigung von Obdachlosigkeit" ab. Im selben Jahr wechselt Frank-Walter Steinmeier als Referent für Medienrecht und Medienpolitik in die Niedersächsische Staatskanzlei in Hannover. 1993 wird er Leiter des Persönlichen Büros des niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder und 1994 Leiter der Abteilung für Richtlinien der Politik, Ressortkoordinierung und -planung. Zwei Jahre später wird er Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, ab Januar 1997 im Rang eines Staatssekretärs. 1998 wird er Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Beauftragter für die Nachrichtendienste, ab 1999 zugleich auch Chef des Bundeskanzleramtes. Das Amt des Bundesministers des Auswärtigen tritt er 2005 an; ab 2007 ist er auch Vizekanzler. 2009 gewinnt er das Direktmandat in einem Brandenburger Wahlkreis und zieht in den Bundestag ein. Die SPD-Bundestagsfraktion wählt ihn zum Vorsitzenden. Vier Jahre später übernimmt er erneut das Außenamt und leitet es bis Januar 2017. Für sein bisheriges Wirken wurde Frank-Walter Steinmeier mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, darunter der Ignatz-Bubis-Preis für Verständigung, der Europapreis für politische Kultur, der Preis für Europäische Verständigung, Willy-Brandt-Preis, der Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing und der Ökumenische Preis der Katholischen Akademie Bayern. Er ist Ehrendoktor der National and Kapodistrian University of Athens, der Lebanse University Beirut, der Boris-Jelzin-Universität Jekatarinburg, der Hebrew University of Jerusalem, der Universität Paderborn und der Universität Piräus. Zugleich ist er Ehrenbürger der Städte Helsinki, Hermannstadt, Kalamata, Oulu und Reims. Am 12. Februar 2017 wird Frank-Walter Steinmeier zum 12. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.
Über die Sprecher
Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident
10.15 Uhr
Sind wir über den Berg – oder wird alles noch viel schlimmer? Eine Einschätzung von Oliver Bäte.

Die Pandemie hält die Welt weiterhin in ihrem Griff. Gelingt im Jahr 2021 auch wirtschaftlich die Wende zum Besseren? Welche Lehren können wir aus der Pandemie ziehen, wenn es um die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften und das sich verändernde Profil globaler Risiken geht? Die Frage, ob wir gerade eine Zeitenwende erleben, drängt sich auf.

Oliver Bäte
Oliver Bäte started his career with McKinsey & Company in New York. Later, he moved to their offices in Germany. In 1998 he took over McKinsey’s German insurance practice. In 2003 he became Director in charge of the firm’s European insurance and asset management sector. In 2008 he joined the Board of Management of Allianz SE as global Chief Operating Officer. In September 2009 he took over the Chief Financial Officer position. Effective January 2013 he became responsible for Insurance Western & Southern Europe and Global P&C markets. He has been Chairman of the Board of Management of Allianz SE since May 6, 2015.
Gerald Braunberger
Geboren 1960 in Bad Homburg. Nach Banklehre und Studium der Volkswirtschaftslehre 1988 Eintritt in die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von 1995 bis 2004 Korrespondent in Paris. Nach drei Jahren in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von 2007 bis 2019 Ressortleiter Finanzen in der F.A.Z. Seit 2019 Herausgeber.
Über die Sprecher
Oliver Bäte
Vorstandsvorsitzender, Allianz SE
Gerald Braunberger
Herausgeber
10.40 Uhr
The Future of Progress (Die Zukunft des Fortschritts)

Digitalisierung und Klimawandel stellen nicht nur Architekten und Stadtplaner vor die größte Herausforderung seit dem Beginn der Industrialisierung. Wir werden in Zukunft anders wohnen, anders konsumieren und anders arbeiten müssen. Wie geht es weiter? Ist die Smart City wirklich die Lösung – oder nur ein neues Problem?  Was bedeutet „Fortschritt“ in einer Zeit, in der es schon aus ökologischen Gründen nicht mehr um „schneller, weiter, höher, mehr“ gehen kann – aber auch nicht darum, dass alles weniger, kälter, hölzerner und matter wird? Wie müssen wir uns eine optimistische Zukunft in Zeiten von Klimawandel, Nachhaltigkeitsdebatten und Gesundheitskrisen vorstellen?

Rem Koolhaas
Rem Koolhaas founded OMA in 1975 together with Elia and Zoe Zenghelis and Madelon Vriesendorp. He graduated from the Architectural Association in London and in 1978 published Delirious New York: A Retroactive Manifesto for Manhattan. In 1995, his book S,M,L,XL summarized the work of OMA in "a novel about architecture". He co-heads the work of both OMA and AMO, the research branch of OMA, operating in areas beyond the realm of architecture. His built work includes the Qatar National Library and the Qatar Foundation Headquarters (2018), Fondation Galeries Lafayette in Paris (2018), Fondazione Prada in Milan (2015/2018), Garage Museum of Contemporary Art in Moscow (2015), the headquarters for China Central Television (CCTV) in Beijing (2012), Casa da Musica in Porto (2005), Seattle Central Library (2004), and the Netherlands Embassy in Berlin (2003). Current projects include the Taipei Performing Arts Centre, a new building for Axel Springer in Berlin and the renovation of Tretyakov Gallery in Moscow. Koolhaas directed the 2014 Venice Architecture Biennale, is a professor at Harvard University, and curated Countryside: The Future (2020), an exhibition about the non-urban areas around the globe that opened in February 2020 at the Guggenheim Museum in New York.
Niklas Maak
Niklas Maak wurde am 17. August 1972 in Hamburg geboren. Er studierte dort und in Paris Kunstgeschichte, Philosophie und Architektur und promovierte 1998 zur Entwurfstheorie bei Le Corbusier und Paul Valéry. Er lehrte Architekturgeschichte und -theorie in Harvard und als Gastprofessor an der Frankfurter Städelschule. Nach einigen Jahren bei der „Süddeutschen Zeitung“ kam er 2001 als Redakteur zum Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wo er zuständiger Redakteur für Architektur ist und zusammen mit Stefan Trinks das Kunstressort leitet. Im Hanser Verlag veröffentlichte er unter anderem den Essay „Der Architekt am Strand“ (2010), den Roman „Fahrtenbuch“ (2011) sowie „Wohnkomplex. Warum wir neue Häuser brauchen“ (2014). Für seine Schriften wurde er unter anderem mit dem George F. Kennan Award, dem BDA-Kritikerpreis und dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet.
Über die Sprecher
Rem Koolhaas
Architekt und Autor
Niklas Maak
Feuilleton
11.00 Uhr
Kurze Pause

11.15 Uhr
Wie schaffen wir es, nach Corona Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zu verbinden?

Die Pandemie ist auch ein Lehrstück in Sachen Klimaschutz. Der erzwungene Teilstillstand der Wirtschaft hat die deutschen CO2-Emissionen 2020 zwar knapp auf die Zielmarke gesenkt, aber unter enormen Freiheitsbeschränkungen und hohen finanziellen und sozialen Kosten. Das ist kein zukunftsträchtiger Weg. Wie organisieren wir Klimaschutz so, dass er Wohlstand und Freiheit nicht schadet? Darüber unterhält sich Heike Göbel mit Prof. Dr. Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der deutschen Wirtschaft („Wirtschaftsweise“).

Prof. Dr. Veronika Grimm
Veronika Grimm ist seit 2008 Inhaberin des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insb. Wirtschaftstheorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Vorsitzende der Wissenschaftlichen Leitung des Energie Campus Nürnberg (EnCN), Vorstand des Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) und Direktorin des Laboratory for Experimental Research Nuremberg (LERN). Zuvor war sie an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Universidad de Alicante und der Universität zu Köln tätig und verbrachte längere Forschungsaufenthalte an der Univesite Libre de Bruxelles und und der Universite Catholique de Louvain. Seit 2020 ist Veronika Grimm Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Darüber hinaus ist sie in zahlreichen Gremien und Beiräten aktiv, unter anderem im Nationalen Wasserstoffrat der Bundesregierung, in der Expertenkommission zum Monitoringprozess „Energie der Zukunft“ am Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), im Zukunftskreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), im Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (BMJV) sowie im Energy Steering Panel des European Academies' Science Advisory Council (EASAC).
Heike Göbel
Geboren 1959 in Leverkusen. Nach dem Abitur zunächst Studium der Indologie und Politikwissenschaft in Freiburg, verbunden mit längeren Aufenthalten in Indien. Nach mehreren Versuchen, dem altsprachlich geprägten Studium eine praktisch verwertbare Richtung zu geben, folgt der Entschluss, Volkswirtschaft zu studieren. 1986 Diplom in Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg. Knapp zwei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Arbeit an einer Studie über die neuen Industrieländer im pazifischen Raum. Der Wunsch, Journalistin zu werden, überwiegt zunehmend das Interesse an der theoretischen Arbeit. Ein Volontariat bei den „Stuttgarter Nachrichten“ ermöglicht 1989 den Einstieg in diesen Beruf, dort auch die erste Stelle als Wirtschaftsredakteurin. Im April 1992 Wechsel in die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die sie von 1994 an in Bonn und Berlin die Finanz- und Rentenpolitik beobachtet. 2002 Rückkehr in die Zentrale als verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik. Ausgezeichnet unter anderem mit dem Preis des Steuerzahlerbundes (2005) und dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik (2006). Verheiratet, zwei Kinder.
Über die Sprecher
Prof. Dr. Veronika Grimm
Wirtschaftsweise
Heike Göbel
Wirtschaft
11.40 Uhr
Welche Technologien machen Deutschland zukunftsfähig? Ist ein europäisches Silicon Valley möglich?

Homeoffice ist noch keine Digitalstrategie Aber wie sähe eine solche für Deutschland dann aus?  Müssen alle deutschen Unternehmen zu Softwareunternehmen werden? Ein Gespräch über die Defizite und Stärken Deutschlands rund um die Technik und die Geschäftsmodelle der Zukunft.

Christian Klein
In seiner Rolle als COO leitet er die Transformation der SAP zu einem intelligenten Unternehmen und ist somit verantwortlich für die Vereinfachung sämtlicher Geschäftsprozesse. Klein begann seine Karriere 1999 als Student bei SAP und hatte in seiner Laufbahn bei SAP zahlreiche leitende Funktionen inne, zum Beispiel als Chief Controlling Officer. Ab Oktober 2019 war Christian Klein zusammen mit Jennifer Morgan Co-Vorstandssprecher der SAP SE. Am 20. April 2020 wurde er zum alleinigen Vorstandssprecher der SAP SE ernannt.
Carsten Knop
Begann 1993 sein Volontariat bei der F.A.Z.; 1995 erste Redakteursstelle: Für die "Börsen-Zeitung" ging es nach Düsseldorf. 1996 Rückkehr in das dortige F.A.Z.-Büro; ab 1999 Wirtschaftskorrespondent in New York. 2001 Umzug nach San Francisco. 2003 Rückkehr nach Frankfurt. Ab Anfang 2007 verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, später zudem für die Wirtschaftsberichterstattung. Von 2018 bis 2020 Chefredakteur digitale Produkte, seit April 2020 Herausgeber.
Über die Sprecher
Christian Klein
Vorstandssprecher, Chief Operating Officer und Mitglied des Vorstands, SAP SE
Carsten Knop
Herausgeber
12.05 Uhr
Wissenschaftlicher Blick auf das Infektionsgeschehen

Die Covid-19-Pandemie hat wie selten zuvor die wissenschaftliche Modellbildung ins Zentrum öffentlichen Interesses gerückt. Die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation hat seit Beginn der Krise den Diskurs über politische Strategien mit detaillierten Modellberechnungen entscheidend mitgestaltet. Wir diskutieren mit ihr, was wir einerseits aus Modellen über den Umgang mit der Pandemie lernen können – und was uns andererseits die Krise über die Grenzen und das Potential der Modellierung gelehrt hat.

Dr. Viola Priesemann
Dr. Viola Priesemann forscht am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und lehrt an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie erforscht Ausbreitungsprozesse, Selbstorganisation und Informationsverarbeitung in lebenden und künstlichen Netzwerken. Seit dem Ausbruch von COVID-19 hat sie die Ausbreitung von SARS-CoV-2 erforscht, die Wirksamkeit der Maßnahmen quantifiziert und Eindämmungsstrategien entwickelt. Viola Priesemann ist Mitautorin mehrerer Stellungnahmen (u.a. der Leopoldina), Fellow des Schiemann-Kollegs und Mitglied des Exzellenzclusters „Multiscale Bioimaging“ der Universität Göttingen.
Dr. Sibylle Anderl
Absolvierte ein Doppelstudium in den Fächern Physik und Philosophie in Berlin, um dann in Bonn im Fach Astrophysik zu promovieren. Bis Ende 2016 forschte sie in Grenoble zu Fragen der Sternentstehung sowie zu Themen der Philosophie der Astrophysik. Seit 2017 ist sie Redakteurin im Feuilleton der F.A.Z. Im Hanser Verlag erschien 2017 ihr populärwissenschaftliches Sachbuch „Das Universum und ich: Die Philosophie der Astrophysik".
Über die Sprecher
Dr. Viola Priesemann
Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen
Dr. Sibylle Anderl
Feuilleton
12.35 Uhr
5 Fragen an …

In den Themenräumen können Abonnentinnen und Abonnenten der F.A.Z. mit ausgewählten Referenten des Vormittages oder mit den teilnehmenden Redakteuren diskutieren. (Nur mit Voranmeldung.)

13.00 Uhr
Mittagspause

13.30 Uhr
Sicher oder frei – wie geht es weiter?

Die Coronapandemie hat zu umfassenden Schutzmaßnahmen geführt, die zugleich Freiheitsrechte eingeschränkt haben. Was können wir aus diesem Balanceakt lernen? Was folgt aus der Krise für das Verhältnis von Staat und Bürger?

Jens Spahn
Jens Spahn ist Bankkaufmann und Politikwissenschaftler. Er wurde 1980 in Ahaus geboren und 2002 zum ersten Mal für den Wahlkreis Steinfurt I / Borken I in den Deutschen Bundestag gewählt. Von 2009 bis 2015 war er gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, von Juli 2015 bis März 2018 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen. Am 14. März 2018 wurde er als Bundesminister für Gesundheit vereidigt. 1995 trat Spahn in die Junge Union und 1997 in die CDU ein. Seit 2005 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Borken. Seit 2012 ist er Mitglied im Bundesvorstand der CDU und wurde 2014 auf dem Bundesparteitag in Köln in das CDU-Präsidium gewählt. Von 2013 bis 2017 war er Vorsitzender der Deutsch-Niederländischen Parlamentariergruppe. Im November 2015 veröffentlichte er als Herausgeber das Buch „Ins Offene – Deutschland, Europa und die Flüchtlinge“ und im September 2016 gemeinsam mit zwei Medizinern das Buch „App vom Arzt – Bessere Gesundheit durch digitale Medizin.
Christian Lindner
Christian Lindner ist Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag und Bundesvorsitzender der FDP. 2017 führte er als Spitzenkandidat die Freien Demokraten nach vier Jahren außerparlamentarischer Opposition wieder in den Bundestag zurück. Christian Lindner gehört der FDP seit 1995 an. 2000 wurde er als Abgeordneter erstmals in den nordrhein‐westfälischen Landtag gewählt. Von 2009 bis 2012 gehörte er dem Deutschen Bundestag schon einmal an. Zwischen 2009 und 2011 war er Generalsekretär der FDP. 2012 kehrte Christian Lindner in den Landtag von NRW zurück und führte die FDP-Fraktion dort fünf Jahre lang. Nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Deutschen Bundestag wurde Lindner im Dezember 2013 zum Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten gewählt. Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 kandidierte Lindner als Spitzenkandidat der FDP auf der NRW-Landesliste und im Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis. Christian Lindner stammt aus Wermelskirchen. Er studierte Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Philosophie an der Rheinischen Friedrich‐Wilhelms‐Universität Bonn. Von 1997 bis 2004 war Lindner Inhaber einer Werbeagentur sowie Mitgründer eines Internet‐Unternehmens.
Eckart Lohse
wurde am 10. März 1963 in Göttingen als jüngstes von drei Kindern geboren. Die Familie zog über Frankfurt und Dortmund nach Bonn. Dort machte der Protestant sein Abitur an einem katholischen altsprachlich-humanistischen Gymnasium. Der Wehrdienst führte in den Harz, anschließend an den Bodensee und schließlich nach Andernach am Rhein. Studium von Politikwissenschaft, Neuerer Geschichte und Romanischer Philologie in Bonn. In Paris und München schrieb er eine Dissertation über Frankreich und die deutsche Teilung in den fünfziger Jahren. Neben dem Studium erfuhr er als Lokalberichterstatter bei verschiedenen Zeitungen viel über das Wesen der Politik. Auf einen Abstecher zum Deutschlandfunk folgte das Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von 1994 an Redakteur in der politischen Nachrichtenredaktion. 1996 Wechsel ins Bonner, 1999 ins Berliner Büro der F.A.Z. Von 2003 bis 2014 leitender politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Anschließend Rückkehr in die Parlamentsredaktion der F.A.Z., von 2018 an deren Leiter. 2004 bis 2008 Mitglied des Vorstands der Bundespressekonferenz. Zusammen mit Markus Wehner ausgezeichnet als „Journalist des Jahres 2011“ vom „Medium Magazin“. Verheiratet, zwei Kinder.
Über die Sprecher
Jens Spahn
MdB, Bundesminister für Gesundheit
Christian Lindner
MdB, Bundesvorsitzender der Freien Demokraten und Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag
Eckart Lohse
Politik
14.00 Uhr
Geisterspiele und kein Ende: Stürzt König Fußball vom Thron?

Das Stadion von Borussia Dortmund, das größte in diesem Land, ist seit Corona ein einsamer Ort. Welche Wege aus der Krise kann der deutsche Fußball einschlagen – und kommen die Fans nach der Pandemie überhaupt wieder zurück?

Hans-Joachim Watzke
Hans-Joachim Watzke, geboren am 21.06.1959 in Marsberg (Nordrhein-Westfalen), wurde vom Präsidialausschuss des Beirates der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH am 15.02.2005 auf dem Höhepunkt der existenziellen Krise von Borussia Dortmund zum Geschäftsführer der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH bestellt. Hans-Joachim Watzke ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Diplom-Kaufmann, der sich von Kindesbeinen Borussia Dortmund auf das Engste verbunden fühlt, ist zudem alleiniger Gesellschafter der Watex-Schutz-Bekleidungs-GmbH, einem bedeutenden Hersteller von Feuerwehr- und Arbeitskleidung mit Sitz im Sauerland. Hans-Joachim Watzke selbst ist seit 1996 Mitglied des BV. Borussia 09 e.V. Dortmund. Er fungierte vom 01.07.2005 bis 31.12.2005 als alleiniger Geschäftsführer der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH. Seit dem 01.01.2006 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung.
Michael Horeni
Geboren 1965 in Frankfurt am Main. Nach dem Abitur 1984 Volontariat bei der „Abendpost/Nachtausgabe“ in Frankfurt. Er blieb dort zwei Jahre als Redakteur und reiste danach ein halbes Jahr um die Welt. Eintritt im Oktober 1989 in die Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die sein Vater Franz zwei Jahrzehnte als Reporter im Lokalteil schrieb. Von 1995 an fünf Jahre zuständiger Redakteur für den Sportteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 1998 Abschluss des Studiums der Politologie, Geschichte und Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit dem Jahr 2000 Berichterstatter über die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, seit 2008 Sport-Korrespondent in Berlin. 1998 mit dem Fair Play Preis für Sportjournalismus ausgezeichnet. Autor des 2018 preisgekrönten Jugendromans „Asphaltfieber“. Sein Buch „Die Brüder Boateng – Drei deutsche Karrieren“ (2012) erschien zudem als Schulbuch und wurde als Theaterstück aufgeführt. Verheiratet, zwei erwachsene Kinder.
Über die Sprecher
Hans-Joachim Watzke
Vorsitzender der Geschäftsführung, Borussia Dortmund
Michael Horeni
Sport
14.30 Uhr
5 Fragen an …

In den Themenräumen können Abonnentinnen und Abonnenten der F.A.Z. mit ausgewählten Referenten des Vormittages oder mit den teilnehmenden Redakteuren diskutieren. (Nur mit Voranmeldung.)

15.00 Uhr
Kurze Pause

15.15 Uhr
Homeoffice für alle? Wie wir nach Corona arbeiten werden

Die Pandemie hat quer durch die Unternehmenswelt Arbeitsabläufe durcheinandergewirbelt. Was vorher als „New Work“ galt, wurde in Windeseile Alltag. Wir chatten was das Zeug hält und springen von einer Videokonferenz in die andere. Wer kommt da künftig überhaupt noch ins Büro, wie werden Büros aussehen, und was bedeutet das für die Führung von Mitarbeitern?

Judith Wiese
Judith Wiese ist seit dem 1. Oktober 2020 Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Sie ist Chief Human Resources Officer und Arbeitsdirektorin der Siemens AG. Darüber hinaus ist sie bei Siemens für Nachhaltigkeit und Global Business Services (GBS) verantwortlich. GBS erbringt verschiedene Business Services für Siemens-Einheiten und externe Kunden – darunter Personal- und Mitarbeiterservices, Abrechnungs- und Zahlungssysteme sowie Veranstaltungsmanagement. Wiese hat mehr als zwei Jahrzehnte internationale Erfahrung in verschiedenen HR-Bereichen. Von 2017 bis 2020 war sie Chief Human Resources Officer bei DSM, einem niederländischen Unternehmen, das auf Gesundheit, Ernährung und nachhaltiges Leben spezialisiert ist. Davor war sie für den US-amerikanischen Lebensmittelkonzern Mars Inc. tätig, zuletzt als Head of People & Organization.
Prof. Dr. Wilhelm Bauer
Prof. Dr. Wilhelm Bauer führt als Institutsleiter eine Forschungsorganisation mit etwa 650 Mitarbeitenden. Er verantwortet dabei Forschungs- und Umsetzungsprojekte in den Bereichen Innovationsforschung, Technologiemanagement, Leben und Arbeiten in der Zukunft sowie Smarter Cities. Als Mitglied in verschiedenen Gremien berät er Politik und Wirtschaft. Er ist Mitglied der High-Level Expert Group on Artificial Intelligence (AI HLEG) der Europäischen Kommission und Co-Leiter der Arbeitsgruppe Arbeit/Qualifikation und Mensch-Maschine-Interaktion der Plattform Lernende Systeme – Deutschlands Plattform für Künstliche Intelligenz.
Nadine Bös
Geboren am 3. April 1980; nach dem Abitur Studium der Volkswirtschaftslehre sozialwissenschaftlicher Richtung und Besuch der Kölner Journalistenschule. Ab 2004 freie Journalistin und Mitarbeiterin im Pressebüro Fromme in Köln. Im August 2006 Eintritt in die F.A.Z.-Wirtschaftsredaktion. Seit Januar 2018 zuständige Redakteurin für „Beruf und Chance“.
Über die Sprecher
Judith Wiese
CHRO, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Arbeitsdirektorin
Prof. Dr. Wilhelm Bauer
Institutsleiter Fraunhofer IAO
Nadine Bös
Beruf & Chance, Wirtschaft
15.45 Uhr
Die neue Normalität der Banken nach Corona

Auch wenn sich die Banken in der Covidkrise als Teil der Lösung anstatt wie in der Finanzkrise 2008 als Teil des Problems sehen, steckt die Branche in einem tiefgreifenden Umbruch. Dahinter stehen niedrige Zinsen, Konsolidierungs- und Kostendruck sowie die Digitalisierung. Wie kann diese Gratwanderung gelingen?

Thomas Groß
geb. am 17. August 1965 in Aalen. Seit Juni 2020 ist Thomas Groß Vorsitzender des Vorstands der Helaba. Er ist verantwortlich für Konzernsteuerung, Personal und Recht, Bilanzen und Steuern, Revision, Operations, die Frankfurter Sparkasse und die Frankfurter Bankgesellschaft. Nach seinem Abschluss als Wirtschaftsingenieur begann Groß seine berufliche Karriere 1992 als Berater bei der Boston Consulting Group (BCG). Vom Jahr 2000 an war er Partner und Geschäftsführer im BCG-Büro Frankfurt, spezialisiert auf die Beratung von Finanzdienstleistungsunternehmen. Sein Schwerpunkt lag dabei auf Banken und Sparkassen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Zentral-/Osteuropa. Danach bekleidete Groß Führungspositionen bei der Unicredit Group. Von 2008 bis 2012 war er als Chief Risk Officer Mitglied des Vorstands der WestLB. Dort hatte er seit 2011 zusätzlich die Position des Chief Financial Officer inne, dem die Funktionen Accounting, Controlling und Tax unterstellt waren. Seit 2015 war Thomas Groß stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Helaba, seit 2012 Mitglied des Vorstands. Groß ist verheiratet und Vater dreier Kinder.
Nick Jue
Nick Jue wurde 2006 zum Vorstandsvorsitzenden von ING Retail Nederland ernannt, wo er für Postbank und RVS verantwortlich war. Im Mai 2007 wurde die Fusion der Postbank und der ING Bank angekündigt, für deren erfolgreiche Integration er zuständig war. Im September 2010 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden von ING Bank Nederland ernannt und war in dieser Funktion auch für Wholesale Banking tätig. Seit Juni 2018 ist Nick Jue Vorstandsvorsitzender der ING in Deutschland.
Dr. Cornelius Riese
Dr. Cornelius Riese studierte von 1994 bis 1999 Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann. 2005 promovierte er zum Dr. rer. pol. an der Technischen Universität Chemnitz. Von 1999 bis 2006 war Riese bei Accenture in Kronberg als Unternehmensberater tätig. 2007 wechselte er als Bereichsleiter Unternehmensentwicklung / Organisation / IT zur Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank DG Hyp in Hamburg. In 2009 wechselte Riese zur DZ Bank AG als Bereichsleiter Stab (Generalsekretariat / Beteiligungen / Strategie). 2012 wird er zuerst zum Generalbevollmächtigten ernannt und 2013 zum Mitglied des Vorstands mit der Zuständigkeit für Strategie & Konzernentwicklung, Konzern-Revision, Recht sowie die Betreuung der Volksbanken Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg. Seit Januar 2019 ist Riese Co-Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK. Riese hat ferner mehrere Mandate in Aufsichtsräten; so ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats bei den Unternehmen der DZ Bank Gruppe: Bausparkasse Schwäbisch Hall, R+V Versicherung, Teambank, Union Asset Management Holding. Des Weiteren ist er Vorsitzender des Vorstands, DZ BANK Stiftung sowie Vorsitzender des Stiftungsrates, Stiftung Aktive Bürgerschaft.
Daniel Schleidt
Daniel Schleidt wurde am 22. Januar 1975 in Rüsselsheim geboren. Studiert nach Abitur und Zivildienst Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Öffentliches Recht in Mainz. Finanziert sich sein Studium als freier Autor, unter anderem für den Rhein-Main-Sport der F.A.Z., und kommt so auch zu einer Hospitanz in der Sportredaktion. Ein Stipendium bei einer Journalistenschule verhilft ihm zu zahlreichen Praktika, unter anderem beim Südwestrundfunk und bei der dpa. Nach dem Studium zunächst als Volontär im F.A.Z.-Institut Ausflug ins Corporate Publishing, anschließend verantwortlich für F.A.Z.-Sonderbeilagen. Von 2008 an im F.A.Z.-Institut mit dem Aufbau neuer Wirtschaftsfachmagazine betraut, vor allem im Themenfeld Innovation. Ab 2015 Chefredakteur des „Frankfurter Allgemeinen Hochschulanzeigers“. Bleibt in den Jahren des Magazinjournalismus der Tageszeitung und speziell der F.A.Z. als freier Autor treu. Am 1. März 2016 Eintritt in die Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Schreibt dort in der Rhein-Main-Wirtschaft überwiegend über den Finanzplatz Frankfurt. In seiner Freizeit gern laufend und radelnd in der Region unterwegs. Verheiratet, zwei Kinder.
Über die Sprecher
Thomas Groß
Vorsitzender des Vorstands, Helaba
Nick Jue
Vorsitzender des Vorstands der ING in Deutschland und Head of Region Germany
Dr. Cornelius Riese
Co-Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank
Daniel Schleidt
Rhein-Main-Zeitung
16.20 Uhr
Wie ich reich werde!
Volker Looman
Volker Looman, Jahrgang 1955, stammt aus Dresden. Er ist am Bodensee aufgewachsen und entdeckte bereits als Schüler seine Liebe für den Journalismus beim Südkurier in Konstanz. Nach dem Abitur und dem Militärdienst studierte er Geographie in Gießen, Stuttgart und Tübingen. Anschließend arbeitete er als Finanzjournalist für die Wirtschaftswoche, für Capital und die FAZ. Von 1988 bis 1998 unterrichtete Volker Looman zehn Jahre praktische Finanzmathematik in Banken, Bausparkassen und Versicherungen. 1999 kehrte er zur F.A.Z. zurück und hat 16 Jahre lang jeden Samstag „Die Vermögensfrage“ geschrieben. In dieser Zeit hat er über 1.500 Leser der F.A.Z. beraten und die Ängste und Sorgen vermögender Privatleute kennengelernt. Von 2015 bis 2017 war Volker Looman für die Bild-Zeitung in Berlin tätig, und seit 2016 erscheint eine neue Geldkolumne in der FAZ, die sich durch ihre einmalige Mischung aus Boulevard und Kompetenz größter Beliebtheit erfreut. Er berät weiterhin Privatleute bei der Strukturierung großer Vermögen. Volker Looman ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Berlin und Dresden.
Inken Schönauer
Geboren am 9. August 1973 in Braunschweig. Nach dem Abitur und einem Austauschjahr an einer amerikanischen High-School im Norden Minnesotas, folgt das Studium der Politikwissenschaft und Wirtschaftspolitik an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster. Nebenbei arbeitet Inken Schönauer beim Radio als Lokalreporterin. 1999 beginnt sie ihr Volontariat bei der Börsen-Zeitung in Frankfurt und arbeitet im Anschluss fünf Jahre lang als Redakteurin im Unternehmensressort, 2004 folgt der Wechsel für die Welt nach London. 2006 kehrt sie als Korrespondentin in Düsseldorf zur Börsen-Zeitung zurück. Nach einem kurzen Ausflug in die Kommunikationsbranche, übernimmt sie 2014 die Leitung des Euro Finance magazins, das in der dfv Mediengruppe erscheint. Seit August 2019 ist sie bei der F.A.Z. und leitet das Ressort Finanzen. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Über die Sprecher
Volker Looman
Finanzanalytiker
Inken Schönauer
Wirtschaft
16.50 Uhr
Was uns noch bevorsteht – ein Ausblick

Was folgt aus der Coronakrise politisch für Österreich und Europa? Droht uns ein Zeitalter der Pandemien? Was würde das für Staat und Gesellschaft bedeuten?

Sebastian Kurz
Sebastian Kurz begann seine politische Karriere 2008 als Landesobmann der Jungen ÖVP Wien. Dieses Mandat übte er bis 2011 aus. Von 2009 bis 2017 war er zudem Bundesobmann der Jungen ÖVP. In den Jahren 2011 bis 2013 war er Staatssekretär für Integration im Bundesministerium für Inneres, anschließend von 2013 bis 2014 Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten und Integration. Von 2014 bis 2017 war er der Ko-Vorsitzende der EVP-Außenministertreffen sowie Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres. Gleichzeitig war er 2017 Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). In den Jahren 2015 bis 2018 hatte Kurz den Vorsitz der Politischen Akademie der Volkspartei inne. Im zweiten Halbjahr 2018 war er Vorsitzender im Rat der Europäischen Union. Im Juli 2017 wurde Sebastian Kurz Bundesparteiobmann der neuen Volkspartei und gewann mit der neuen Volkpartei (ÖVP) im Oktober 2017 die Nationalratswahl. Am 18. Dezember 2018 wurde Sebastian Kurz Bundeskanzler der Republik Österreich. Dieses Amt verlor er am 28. Mai 2019 durch den negativen Ausgang eines Misstrauensvotums des Nationalrates. Bei der österreichischen Nationalratswahl in 2019 trat Kurz erneut als Spitzenkandidat für seine Partei an und ging als Sieger aus dieser Wahl hervor. Am 07. Januar 2020 wurde Sebastian Kurz zum zweiten Mal Bundeskanzler der Republik Österreich.
Berthold Kohler
Geboren 1961 im oberfränkischen Marktredwitz. Nach dem Wehrdienst Studium der Politikwissenschaft an der Universität Bamberg und der London School of Economics. Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 1989 Eintritt in die politische Redaktion. Anfang der neunziger Jahre als Korrespondent nach Prag entsandt. Von dort, später von Wien aus, berichtete er über mittel- und südosteuropäische Länder. Seit 1999 Herausgeber.
Über die Sprecher
Sebastian Kurz
Bundeskanzler, Österreich
Berthold Kohler
Herausgeber
17.15 Uhr
Verabschiedung
Jürgen Kaube
Geboren am 19. Juni 1962 als Schwabe in Worms am Rhein. Abitur am Darmstädter Justus-Liebig-Gymnasium. Studierte zunächst Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte, dann als romantische Ergänzung Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Der Volkswirt entdeckte durch Niklas Luhmann die Soziologie und blieb dabei. Eine Hochschulassistenz führte kurzzeitig nach Bielefeld. Seit 1992 freier Autor für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 1999 Eintritt in die Redaktion, zunächst als Berliner Korrespondent, seit September 2000 in Frankfurt. Zuständig für Wissenschafts- und Bildungspolitik, wurde er im August 2008 Ressortleiter für die „Geisteswissenschaften“ und 2012 für „Neue Sachbücher“ sowie stellvertretender Leiter des Feuilletons. Seit dem 1. Januar 2015 Herausgeber. Träger des Ludwig-Börne-Preises 2015. Autor der Bücher „Die Anfänge von allem“ (2017) über die Entstehung der menschlichen Kultur und „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?“ (2019). Verheiratet, drei Kinder.
Über die Sprecher
Jürgen Kaube
Herausgeber
Mit freundlicher Unterstützung von

Unser exklusives Aktionsangebot: Sichern Sie sich 60 Tage kostenfrei Zugriff zu allen F+ Artikeln!
Jetzt testen