Der F.A.Z.-Kongress findet am 6. Mai 2022 statt.

Hauptpanels

09:30 – 10:15 Uhr
Die Zukunft Europas

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Gespräch mit Herausgeber Berthold Kohler über die Herausforderungen für den Kontinent in Zeiten des Wandels.

Dr. Ursula von der Leyen
Ursula von der Leyen, Dr., geboren 1958, war von 2009 bis 2019 Mitglied des Deutschen Bundestages und mehr als 14 Jahre lang Bundesministerin in Deutschland, zuständig für Familie (2005-2009), dann für Arbeit und Soziales (2009-2013) und später für Verteidigung (2013-2019). Ein Studium der Medizin schloss sie 1987 mit Staatsexamen und Approbation ab; 1991 folgte die Promotion und 2001 der Magister Public Health. Seit 1990 ist sie Mitglied der CDU. Von 2003 bis 2005 war sie Mitglied der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag. Im Jahr 2019 wurde sie zur Präsidentin der Europäischen Kommission gewählt. Als Chefin der europäischen Exekutive hat sie für ihre Amtszeit sechs Hauptziele für Europa definiert: den europäischen Green Deal; ein Europa, das fit für das digitale Zeitalter gerüstet ist; eine Wirtschaft, deren Rechnung für die Menschen aufgeht; ein stärkeres Europa in der Welt; schützen was Europa ausmacht; und einen neuen Schwung für die Demokratie in Europa.
Berthold Kohler
Geboren 1961 im oberfränkischen Marktredwitz. Nach dem Wehrdienst Studium der Politikwissenschaft an der Universität Bamberg und der London School of Economics. Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 1989 Eintritt in die politische Redaktion. Anfang der neunziger Jahre als Korrespondent nach Prag entsandt. Von dort, später von Wien aus, berichtete er über mittel- und südosteuropäische Länder. Seit 1999 Herausgeber.
Über die Sprecher
Dr. Ursula von der Leyen
Präsidentin, Europäische Kommission (digital zugeschaltet)
Berthold Kohler
Herausgeber
11:30 – 12:15 Uhr
Krieg, Krisen, Inflation: Was muss die Geldpolitik jetzt tun?

Die Inflationsrate in Deutschland ist auf 7,3 Prozent gestiegen, der Ukrainekrieg gefährdet das Wachstum. Muss die Europäische Zentralbank nun die Zinsen anheben, oder ist das zu gefährlich? Joachim Nagel erklärt die Krisenstrategie der Notenbanken.

Dr. Joachim Nagel
Joachim Nagel ist seit Januar 2022 Präsident der Deutschen Bundesbank. Für diese war er bereits zwischen 1999 und 2016 in leitenden Positionen tätig, seit 2010 als Vorstandsmitglied für die Bereiche Märkte, Controlling und IT. Von 2016 bis 2020 war er u.a. als Vorstandsmitglied für die KfW Bankengruppe tätig. 2020 wechselte er als stellvertretender Leiter des Bankbereichs zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Nagel studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Karlsruhe und wurde dort 1997 promoviert. Er ist zudem EZB-Ratsmitglied, Gouverneur des IWF und Mitglied des BIZ-Verwaltungsrats.
Gerald Braunberger
Geboren 1960 in Bad Homburg. Nach Banklehre und Studium der Volkswirtschaftslehre 1988 Eintritt in die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von 1995 bis 2004 Korrespondent in Paris. Nach drei Jahren in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von 2007 bis 2019 Ressortleiter Finanzen in der F.A.Z. Seit 2019 Herausgeber.
Über die Sprecher
Dr. Joachim Nagel
Präsident, Deutsche Bundesbank
Gerald Braunberger
Herausgeber
13:15 – 14:00 Uhr
Gerade noch gerettet? – Frankfurt und die Lufthansa nach der Pandemie

Die Lufthansa hat schwere Corona- Jahre hinter sich. Jetzt fliegen die Menschen wieder. Aber wie stellt sich die Branche Klimaschutz und Digitalisierung? Was passiert, wenn die Globalisierung ins Stocken gerät? Was heißt das für die Region Rhein-Main?

Carsten Spohr
Carsten Spohr ist seit Mai 2014 Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG. Er führt die Lufthansa Group mit den Geschäftsfeldern Network Airlines, Eurowings und Aviation Services. Im Januar 2011 wurde er erstmals in den Vorstand der Deutschen Lufthansa AG berufen. Zuvor war er in verschiedenen Managementpositionen innerhalb des Konzerns tätig, unter anderem als Vorsitzender des Vorstands der Lufthansa Airline und der Lufthansa Cargo AG. Carsten Spohr ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und Inhaber der Lufthansa-Kapitäns-Lizenz für die Flugzeugmuster der Airbus-A320-Familie.
Carsten Knop
Begann 1993 sein Volontariat bei der F.A.Z.; 1995 erste Redakteursstelle: Für die „Börsen-Zeitung“ ging es nach Düsseldorf. 1996 Rückkehr in das dortige F.A.Z.-Büro; ab 1999 Wirtschaftskorrespondent in New York. 2001 Umzug nach San Francisco. 2003 Rückkehr nach Frankfurt. Ab Anfang 2007 verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, später zudem für die Wirtschaftsberichterstattung. Von 2018 bis 2020 Chefredakteur digitale Produkte, seit April 2020 Herausgeber.
Über die Sprecher
Carsten Spohr
Vorsitzender des Vorstands, Deutsche Lufthansa AG
Carsten Knop
Herausgeber
16:30 – 17:15 Uhr
Sind die Gefahren der Covid-19-Pandemie gebannt?

Die Gesundheitskrise des Jahrhunderts ist auch eine Chance für die Medizin. Werden Ärzte, Forscher und der Staat künftig anders umgehen mit Pandemien? Die Virologin Sandra Ciesek und RKI-Präsident Lothar Wieler diskutieren über Prävention, Therapien und Corona-Maßnahmen.

Prof. Dr. med. Sandra Ciesek
Sandra Ciesek studierte in Göttingen und Hannover Humanmedizin. 2004 promovierte sie an der Medizinischen Hochschule Hannover und machte ihre Facharztausbildung in der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie an der MHH. Im Jahr 2016 folgte sie einem Ruf auf eine W2-Professur für Virologie an die Universität Duisburg-Essen. 2018 schloss sie den Studiengang Master of Health Business Administration (MHBA) ab und erhielt die Facharztanerkennung für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie. 2019 übernahm sie die Leitung des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Seit Anfang 2020 sind Prof. Dr. med. Sandra Ciesek und ihr Institut maßgeblich an der Forschung zu SARS-CoV-2, dem neuartigen Coronavirus, beteiligt und forschen vor allem an neuen antiviralen Ansatzpunkten zur Therapie von Covid-19.
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Lothar H. Wieler
Professor Lothar H. Wieler ist Präsident des Robert Koch-Instituts in Berlin, der wissenschaftlich-biomedizinischen Leitinstitution der deutschen Bundesregierung für die Gesundheit der Bevölkerung. Seine Forschung fokussiert auf dem „One-Health-Ansatz“ mit dem Schwerpunkt Zoonosen, also Krankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. Dabei stehen Antibiotika-resistente und multi-resistente Bakterien im Fokus. Wieler ist Autor von mehr als 250 wissenschaftlichen Publikationen, ihm wurden mehrere wissenschaftliche Preise verliehen. Als Honorarprofessor mit Lehrverpflichtung ist er dem Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin weiterhin verbunden.
Joachim Müller-Jung
Geboren am 10. März 1964 in Heidelberg. Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Wiesloch und ersten Gehversuchen als freier Journalist begann er in Heidelberg ein Biologiestudium, das er in Köln fortsetzte und nach einem längeren Forschungsaufenthalt in den Urwäldern Madagaskars mit einer Diplomarbeit über die Reptilienfauna der Insel abschloss. Parallel zum Studium forcierte er seine wissenschaftsjournalistische Berichterstattung für Agenturen, Zeitschriften und insbesondere als freier Mitarbeiter für die „Kölnische Rundschau“. Dort begann er 1993 ein zweijähriges Volontariat. Im April 1995 kam er als Redakteur für das Ressort „Natur und Wissenschaft“ zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Februar 2003 hat er die Leitung des Ressorts übernommen.
Über die Sprecher
Prof. Dr. med. Sandra Ciesek
Leitung des Instituts für Medizinische Virologie, Universitätsklinikum Frankfurt (digital zugeschaltet)
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Lothar H. Wieler
Präsident, Robert Koch-Institut
Joachim Müller-Jung
Feuilleton, Natur & Wissenschaft

Politik

10:30 – 11:15 Uhr
Deutschlands Sicherheit: Wie das Land mit den neuen Bedrohungen umgehen muss

Bundesinnenministerin Nancy Faeser im Gespräch mit Dr. Reinhard Müller über Deutschlands Sicherheit. Wie ist das Land den Bedrohungen von außen und innen gewachsen?

Nancy Faeser
Nancy Faeser ist seit dem 8. Dezember 2021 Bundesministerin des Innern und für Heimat. Von 2003 bis 2021 war sie Mitglied des Hessischen Landtags für die SPD. Seit 2019 war sie Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag. Seit vielen Jahren befasst sie sich mit innenpolitischen Themen, insbesondere mit der Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus. Nancy Faeser ist Juristin. Seit dem Jahr 2000 war sie als Rechtsanwältin in Frankfurt tätig. Sie ist verheiratet und hat ein Kind.
Dr. Reinhard Müller
Geboren 1968 in Walsrode. Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Münster. Von 1994 an wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht der TU Dresden, 1996 Promotion. Eintritt in die politische Redaktion der F.A.Z. im Januar 1998. Seit Januar 2008 verantwortlich für „Staat und Recht“. Seit Juli 2012 zudem verantwortlicher Redakteur für "Zeitgeschehen", "Staat und Recht" sowie F.A.Z. Einspruch.
Über die Sprecher
Nancy Faeser
Bundesministerin des Innern und für Heimat
Dr. Reinhard Müller
Politik
14:15 – 15:00 Uhr
Wieder Krieg

Ben Hodges im Gespräch mit Lorenz Hemicker über Russlands Angriff auf die Ukraine, die Sicherheitslage und die Zukunft des Krieges.
(in englischer Sprache)

Ben Hodges
Lieutenant General (Retired) Ben Hodges holds the Pershing Chair in Strategic Studies at the Center for European Policy Analysis. He joined CEPA in February 2018. A native of Quincy, Florida, General Hodges graduated from the United States Military Academy in May 1980 and was commissioned in the Infantry. After his first assignment as an Infantry Lieutenant in Garlstedt, Germany, he commanded Infantry units at the Company, Battalion, and Brigade levels in the 101st Airborne Division, including Command of the First Brigade Combat Team “Bastogne” of the 101st Airborne Division in Operation IRAQI FREEDOM (2003-2004). His other operational assignments include Chief of Operations for Multi-National Corps-Iraq in Operation IRAQI FREEDOM (2005-2006) and Director of Operations, Regional Command South in Kandahar, Afghanistan (2009-2010). General Hodges has also served in a variety of Joint and Army Staff positions to include Tactics Instructor; Chief of Plans, 2nd Infantry Division in Korea; Aide-de-Camp to the Supreme Allied Commander Europe; Chief of Staff, XVIII Airborne Corps; Director of the Pakistan Afghanistan Coordination Cell on the Joint Staff; Chief of Legislative Liaison for the United States Army; and Commander, NATO Allied Land Command (İzmir, Turkey). His last military assignment was as Commanding General, United States Army Europe (Wiesbaden, Germany) from 2014 to 2017. He retired from the U.S. Army in January 2018.
Lorenz Hemicker
Geboren 1978 in Gummersbach. Erste Schreibübungen als Bundeswehrsoldat auf Auslandsmanövern der Nato. Studierte in Aachen zunächst Architektur, dann Kommunikationswissenschaften, Politische Wissenschaft und Volkswirtschaftslehre, abgeschlossen als Magister Artium. Von 2008 bis 2014 Chef vom Dienst des sicherheitspolitischen Magazins „loyal“. 2014 Wechsel zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dort als Redakteur vom Dienst für die Nachrichtensteuerung bei FAZ.NET zuständig. Im April 2017 Eintritt in die politische Redaktion.
Über die Sprecher
Ben Hodges
Generalleutnant a.D. (digital zugeschaltet)
Lorenz Hemicker
Politik
15:30 – 16:15 Uhr
Das Recht in Zeiten der Krise

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Prof. Dr. Stephan Harbarth, im Gespräch mit Dr. Reinhard Müller über die Folgen, die Krisen wie die Pandemie, der Klimawandel, Migrationsdruck und Radikalisierungen für unsere Ordnung haben.

Prof. Dr. Stephan Harbarth
Prof. Dr. Stephan Harbarth, LL.M., geb. 1971 in Heidelberg. 1991 bis 1996 Studium der Rechtswissenschaft, 1998 Promotion zum Dr. jur. an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1997 bis 1999 Referendariat in Berlin. 2000 Master of Laws an der Yale Law School, New Haven, Connecticut, USA. 2000 bis 2018 Rechtsanwalt und Partner (ab 2006) wirtschaftsrechtlich ausgerichteter Rechtsanwaltssozietäten. 2009 bis 2018 Mitglied des Deutschen Bundestages. Ab 2018 Honorarprofessor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ab 2018 Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts und Vorsitzender des Ersten Senats. Seit Juni 2020 Präsident des Bundesverfassungsgerichts.
Dr. Reinhard Müller
Geboren 1968 in Walsrode. Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Münster. Von 1994 an wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht der TU Dresden, 1996 Promotion. Eintritt in die politische Redaktion der F.A.Z. im Januar 1998. Seit Januar 2008 verantwortlich für „Staat und Recht“. Seit Juli 2012 zudem verantwortlicher Redakteur für "Zeitgeschehen", "Staat und Recht" sowie F.A.Z. Einspruch.
Über die Sprecher
Prof. Dr. Stephan Harbarth
Präsident, Bundesverfassungsgericht
Dr. Reinhard Müller
Politik
15:30 – 16:15 Uhr
Wie wir die Welt sehen: F.A.Z-Korrespondenten berichten

Mona Jaeger, stellvertretende Nachrichtenchefin, im Gespräch mit Russland-Korrespondent Friedrich Schmidt über die Arbeit der F.A.Z.- Korrespondenten in Russland und in der deutschen Hauptstadt.

Friedrich Schmidt
wurde 1980 in Kiel geboren. In Passau und Berlin studierte er Jura, in Paris am Institut d’Études Politiques und an der Sorbonne. Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Im Juni 2008 Eintritt in die politische Redaktion der Zeitung. Seit Januar 2014 politischer Korrespondent für Russland, Belarus, den Kaukasus und Zentralasien mit Sitz in Moskau.
Mona Jaeger
Geboren am 25. Oktober 1987 in Offenbach, aufgewachsen im Rhein-Main-Gebiet. Abitur im hessischen Friedberg, zu dieser Zeit erste Zeilen in der „Wetterauer Zeitung“. In Frankfurt Politikwissenschaft und Germanistik studiert, dabei ging es vor allem um die Europäische Union und Thomas Mann. Eine Hospitanz im Frühjahr 2009 führte sie in die Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z. Im Anschluss daran freie Autorin für verschiedene Ressorts der F.A.Z. und der Sonntagszeitung. Ab 2014 zweijähriges Volontariat, 2016 Eintritt in die politische Nachrichtenredaktion. Seit 1. Januar 2021 stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.
Über die Sprecher
Friedrich Schmidt
Korrespondent Russland
Mona Jaeger
Politik

Wirtschaft

10:30 – 11:15 Uhr
Flucht und Pflege: Wie schafft es der Sozialsektor aus dem Dauerkrisenmodus?

Die Caritas beschäftigt fast 700 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Jahr für Jahr 13 Millionen Menschen pflegen, begleiten und beraten. Schon während der Pandemie arbeitete der Wohlfahrtsverband unter erschwerten Bedingungen. Nun wartet die nächste Mammutaufgabe: Aus der Ukraine sind Hunderttausende Kriegsflüchtlinge nach Deutschland geflohen. Caritas- Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa spricht über die Krisen und was aus ihnen gelernt werden muss.

Eva Maria Welskop-Deffaa
Eva Maria Welskop-Deffaa (63) gehört seit dem Jahr 2017 dem Vorstand des Deutschen Caritasverbandes an, Ende 2021 wurde sie zur Präsidentin des Verbandes gewählt. Die gebürtige Duisburgerin und studierte Volkswirtin war zuvor unter anderem für den Katholischen Deutschen Frauenbund, beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken und im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Leiterin der Abteilung „Gleichstellung“ tätig. Von 2013 bis 2017 war sie außerdem Mitglied des Bundesvorstands der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
Dr. Christian Geinitz
Christian Geinitz wurde am 12. Juni 1968 in Delmenhorst, Niedersachsen, geboren. Schulbesuch am Alten Gymnasium in Bremen und an der Leighton Park School in Reading/England. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Geschichte, Politik und Englisch in Freiburg und Aberdeen/Schottland. Promotion bei Gerd Krumeich mit einer Arbeit über die Reaktion der deutschen Öffentlichkeit auf den Beginn des Ersten Weltkriegs. Während des Studiums Hörfunkreporter für den Südwestfunk. Volontariat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Eintritt in die Wirtschaftsredaktion. Von 2000 bis 2003 Korrespondent für Mexiko, Mittelamerika und die Karibik mit Sitz in Mexiko-Stadt. Anschließend Wirtschaftskorrespondent für die neuen Bundesländer mit Sitz in Leipzig und Berlin. Von 2009 bis 2014 von Peking aus Wirtschaftskorrespondent für China. Mit dem Umzug nach Wien zuständig für die Wirtschaftsberichterstattung aus Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und der Türkei. Seit 2020 berichtet Geinitz als Wirtschaftskorrespondent aus der Parlamentsredaktion in Berlin über die Themen Klima, Energie und Gesundheit. Autor des Buches „Chinas verborgene Schätze. Wie wir am nächsten Aufschwung mitverdienen“ (2013). Verheiratet. Ein Sohn, zwei Töchter.
Über die Sprecher
Eva Maria Welskop-Deffaa
Präsidentin, Deutscher Caritasverband
Dr. Christian Geinitz
Wirtschaft
14:15 – 15:00 Uhr
Die Liebe und das liebe Geld

Gemeinsames Konto oder nicht? Was tun, wenn sie sparen und er Urlaub machen will? Und wie viel Geld sollte ein Ehepaar im Alter auf der hohen Kante haben? F.A.Z.-Finanzkolumnist Volker Looman redet und streitet mit seiner Frau Corinna Salander über Finanzen in der Ehe, typische Fehler in der Geldanlage von Mann und Frau und das Rezept dafür, dass das Geld dem Glück nicht im Wege steht.

Volker Looman
Volker Looman, Jahrgang 1955, stammt aus Dresden. Er ist am Bodensee aufgewachsen und entdeckte bereits als Schüler seine Liebe für den Journalismus beim „Südkurier“ in Konstanz. Nach dem Abitur und dem Militär¬dienst studierte er Geographie in Gießen, Stuttgart und Tübingen. Anschließend arbeitete er als Finanzjournalist für die „Wirtschaftswoche“, für „Capital“ und die FAZ. Von 1988 bis 1998 unterrichtete Volker Looman zehn Jahre praktische Finanzmathematik in Banken, Bausparkassen und Versicherungen. 1999 kehrte er zur F.A.Z. zurück und hat 16 Jahre lang jeden Samstag „Die Vermögensfrage“ geschrieben. In dieser Zeit hat er über 1.500 Leser der F.A.Z. beraten und die Ängste und Sorgen vermögender Privatleute kennengelernt. Von 2015 bis 2017 war Volker Looman für die „Bild-Zeitung" in Berlin tätig, und seit 2016 erscheint eine neue Geldkolumne in der F.A.Z., die sich durch ihre einmalige Mischung aus Boulevard und Kompetenz größter Beliebtheit erfreut. Er berät weiterhin Privatleute bei der Strukturierung großer Vermögen. Volker Looman ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Berlin und Dresden.
Inken Schönauer
Geboren am 9. August 1973 in Braunschweig. Dem Abitur und einem Austauschjahr an einer amerikanischen Highschool im Norden Minnesotas folgt das Studium der Politikwissenschaft und Wirtschaftspolitik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nebenbei arbeitet Inken Schönauer beim Radio als Lokalreporterin. 1999 beginnt sie ihr Volontariat bei der „Börsen-Zeitung“ in Frankfurt und arbeitet im Anschluss fünf Jahre lang als Redakteurin im Unternehmensressort, 2004 folgt der Wechsel für die Tageszeitung „Die Welt“ nach London. 2006 kehrt sie als Korrespondentin in Düsseldorf zur „Börsen-Zeitung“ zurück. Nach einem kurzen Ausflug in die Kommunikationsbranche übernimmt sie 2014 als Chefredakteurin die Leitung des „Euro Finance magazins“, das in der dfv-Mediengruppe erscheint. Seit August 2019 ist sie bei der F.A.Z. und leitet das Ressort Finanzen. Inken Schönauer ist verheiratet und hat zwei Söhne.
Über die Sprecher
Volker Looman
Finanzanalytiker
Prof. Dr. Corinna Salander
Inken Schönauer
Wirtschaft
14:15 – 15:00 Uhr
Wie die grüne Transformation gelingen kann

Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Für die Unternehmen im Land ist das eine nie dagewesene Herausforderung. Sie müssen ihre Geschäftskonzepte anpassen, ihre Produktion umstellen und sich an neue Bedingungen an den Finanzmärkten einstellen. Ist das alles innerhalb kurzer Zeit überhaupt zu schaffen? Und welche Hilfestellung brauchen die Unternehmen im Wandel? Judith Wallenstein und Jens Burchardt, Klimaexperten bei der Boston Consulting Group, berichten aus der Praxis.

Dr. Jens Burchardt
Dr. Jens Burchardt ist globaler Experte für Klimaschutz bei der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). Er berät Kunden im privaten und öffentlichen Sektor zu allen Themen rund um CO2 und neue Technologien wie Wasserstoff, Power-to-X oder CO2-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS). Dr. Burchardt ist Autor mehrerer wegweisender BCG-Publikationen zu Klimaschutz und regelmäßiger Sprecher zur Klimawende, unter anderem bei TED. Er berät aktuell das Weltwirtschaftsforum (WEF) sowie die Conference of the Parties (COP) und war Gutachter in mehreren Regierungskommissionen zur Dekarbonisierung.
Judith Wallenstein
Judith Wallenstein ist Senior Partnerin bei der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). Neben ihrem Industrieschwerpunkt Biotech und Pharma hat sie sich auf Climate & Sustainability spezialisiert, mit dem Schwerpunkt ESG-Transformation und Climate & Health. Sie hat als regionale Leiterin der Social-Impact-Praxisgruppe in den vergangenen Jahren erfolgreich das Klima- und Nachhaltigkeitsgeschäft der BCG in Zentral- und Osteuropa und dem Mittleren Osten aufgebaut. Judith Wallenstein spricht regelmäßig zur Klimawende und ist Teil des BCG-Teams, das die Conference of the Parties (COP) berät.
Johannes Pennekamp
Geboren am 24. Juni 1983 in Duderstadt. Nach Abitur und Zivildienst besuchte er die Journalistenschule für Politik und Wirtschaft und studierte Volkswirtschaftslehre sozialwissenschaftlicher Richtung an der Universität Köln. Bei überregionalen Medien in Hamburg und Berlin hospitierte er. Nach dem Diplomabschluss Anfang 2010 gründete er in Köln das Journalistenbüro Weitwinkel und schrieb über Wirtschafts- und Gesellschaftsthemen unter anderem für „Die Zeit“, „brand eins“ und das „Handelsblatt“. Seit April 2012 als Redakteur in der Wirtschaftsredaktion unter anderem zuständig für die Konjunkturberichterstattung sowie die wöchentliche Themenseite „Die Lounge“. In der Frankfurter Allgemeinen Woche betreute er eineinhalb Jahre die Wirtschaftsthemen. Seit Januar 2018 verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung. Ausgezeichnet unter anderem zweimal mit dem Econsense-Journalistenpreis. Verheiratet, ein Kind.
Über die Sprecher
Dr. Jens Burchardt
Partner and Associate Director, Lead Expert on Climate Change, Boston Consulting Group
Judith Wallenstein
Managing Director and Senior Partner, Boston Consulting Group
Johannes Pennekamp
Wirtschaft
15:30 – 16:15 Uhr
Ein Blick in die Zukunft: Wie Künstliche Intelligenz die Welt verändert

Jonas Andrulis hat als leitender Entwickler in der Spezialprojekte- Abteilung von Apple gearbeitet und dann das Unternehmen Aleph Alpha in Heidelberg gegründet. Er entwickelt künstliche neuronale Netze, die den Menschen bei mehr und mehr Aufgaben behilflich sein können und die Grundlage für die Computer von morgen sind. Welches Potential haben solche Innovationen – und wo sind ihre Grenzen? Und warum verlässt man Apple, um sich in Deutschland selbständig zu machen?

Jonas Andrulis
Jonas Andrulis ist Wirtschaftsingenieur vom Karlsruher KIT, erfolgreicher Serienunternehmer und ehemaliger Manager der KI-Forschung in Apples Abteilung für Spezialprojekte in Kalifornien. Das von ihm gegründete, in Heidelberg ansässige KI-Unternehmen Aleph Alpha, stellte mit insgesamt 28 Millionen Euro den deutschen Deep-Tech-Finanzierungsrekord auf. 2021 erhielt das Team den Deutschen KI-Preis für eine Technologie vergleichbar mit OpenAI und Deepmind, mit der KI menschenähnliches Kontextverständnis ohne zusätzliche Trainingsdaten erreicht.
Alexander Armbruster
Geboren am 8. März 1982 in Frankfurt-Höchst, aufgewachsen in Hattersheim im Main-Taunus-Kreis. Nach Abitur und Zivildienst folgt das Studium der Volkswirtschaftslehre in Mainz mit den Schwerpunkten internationale Wirtschaftsbeziehungen und Finanzmärkte; über ergänzende Studien der Wirtschaftsethik zur Vernunft gekommen. Während dieser Zeit zwei Jahre lang Werksstudent im Aktienstrategieteam einer Privatbank. Im April 2008 beginnt er ein Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit dem 1. April 2010 ist er Wirtschaftsredakteur der F.A.Z., zunächst im Finanzmarkt, dann in der Wirtschafts-Onlineredaktion, die er mittlerweile leitet. Interessiert sich für Technologie, Finanzmärkte und Globalisierung. Zuständig für Digitec. Verheirateter Vater von zwei Kindern.
Über die Sprecher
Jonas Andrulis
Gründer und CEO, Aleph Alpha
Alexander Armbruster
Wirtschaft

Sport

10:30 – 11:15 Uhr
Sportler sollten mehr den Mund aufmachen

Athleten müssen sich viel gefallen lassen. Sie werden ungefragt nach China geschickt, sind Spielball sportpolitischer und kommerzieller Interessen, sollen alles schlucken, ohne zu mucken. Erik Lesser, bis zum Ende seiner Karriere im März ein Weltklasse-Biathlet, Medaillengewinner bei Olympia, zweimal  Weltmeister, dreimal Europameister,  wagte es, ungeschminkt Kritik zu üben beim Blick auf das Desaster in Peking: Was muss sich ändern?

Erik Lesser
Erik Lesser, Jahrgang 1988, lebt mit seiner Lebensgefährtin und Tochter im grünen Herzen Deutschlands, in Oberhof. Der Doppelweltmeister und Silbermedaillengewinner im Biathlon hat 2022 seine Profi-Karriere beendet und strebt nun das Diplomtrainerstudium in Köln an. Seit seinem Abitur 2007 ist er Teil der Sportfördergruppe der Bundeswehr und mittlerweile auch Berufssoldat. Mit seinem ehemaligen Zimmerkollegen nimmt er recht erfolgreich einen Podcast „Das Biathlon Doppelzimmer“ auf.
Stefanie Sippel
Stefanie Sippel wurde am Nikolaustag 1992 geboren. Sie ist im Ruhrgebiet aufgewachsen, der Großvater war Bergmann. Studierte Germanistik und English Studies in Bonn, danach Master Kulturwissenschaft an der Universität Potsdam. Sie ruderte auf Rhein und Wannsee, nun auf dem Main. Lief früher mal auf Tartan, aktuell nur noch im Park. Hospitanzen bei „Zeit Online“ und dem „Tagesspiegel“. Danach freie Autorin für „Zeit Campus“ und das Sportressort von „Zeit Online“. Ab 2019 Volontärin bei der F.A.Z, seit April 2021 Sportredakteurin.
Über die Sprecher
Erik Lesser
Ex-Biathlet
Stefanie Sippel
Sport
14:15 – 15:00 Uhr
Welche Zukunft hat Olympia?

Ulrike Nasse-Meyfarth wurde mit 16 Jahren bei den Sommerspielen 1972 in München sensationell Olympiasiegerin im Hochsprung. Eine unbefangene Schülerin illustrierte das neue Bild der Bundesrepublik 36 Jahre nach den Propaganda-Spielen von Berlin: jung, dynamisch, überraschend. Was ist fünfzig Jahre später daraus geworden? Welche Rolle spielt der Sport angesichts seiner Abhängigkeiten von Autokraten, welche Bedeutung, welche Zukunft hat Olympia?

Ulrike Nasse-Meyfarth
Ulrike Nasse-Meyfarth wurde mit 16 Jahren bei den Sommerspielen 1972 in München sensationell Olympiasiegerin im Hochsprung und wiederholte diesen Coup zwölf Jahre später in Los Angeles. Eine unbefangene Schülerin illustrierte das neu Bild der Bundesrepublik 36 Jahre nach den Propaganda-Spielen von Berlin: jung, dynamisch, überraschend. Die Architektur allein des Olympiastadions mit seinem transparenten, geschwungenen Zeltdach, die Heiterkeit der Spiele bis zum Attentat spiegelten das Gesicht einer gewandelten oder sich im Wandel befindenden Gesellschaft, die sich – auch abseits des Politischen – gewaltig in Bewegung setzte. Die Trimm-Bewegung beflügelte eine Nation. Was ist fünfzig Jahre später daraus geworden? Welche Rolle spielt der Sport heute angesichts seiner gewachsenen Abhängigkeiten von Autokraten, welche Bedeutung, welche Aufgabe und welche Zukunft hat Olympia?
Anno Hecker
Am 2. August 1964 in Köln geboren, aufgewachsen im Bergischen Land. Verbrachte nach dem Abitur an einem humanistischen Gymnasium 1983 seinen Wehrdienst im Streichorchester der Bundeswehr in Siegburg. Brach mit der Familientradition, als er sich, statt Cello zu studieren, 1984 lieber für Sport und Geschichte in Köln einschrieb. Aus einem Praktikum beim Deutschlandfunk entwickelte sich noch während des Studiums eine feste freie Mitarbeit in der Sportredaktion als Autor und Moderator. Gleichzeitig schrieb er unter anderem für die „Süddeutsche Zeitung“. Im Sommer 1989 begann er nach Abschluss des Diplomsportstudiums ein Volontariat beim Deutschen Depeschendienst in Bonn. Im Mai 1991 trat er in die Sportredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein, für die er vor allem über die Formel 1, Doping, Sportpolitik, Wintersport und Basketball berichtet. Seit dem 1. Juli 2011 stellvertretender Ressortleiter; seit dem 1. Juli 2012 Ressortleiter. Anno Hecker ist verheiratet und hat drei Kinder.
Über die Sprecher
Ulrike Nasse-Meyfarth
Olympiasiegerin im Hochsprung
Anno Hecker
Sport
15:30 – 16:15 Uhr
Phänomen Eintracht Frankfurt

30 000 Frankfurter Fans verwandeln das Auswärtsspiel beim FC Barcelona in ein Heimspiel: Das Interesse an dem Fußball-Bundesligaklub scheint trotz der Pandemie nicht gelitten zu haben. Wie ist das gelungen? Welche Schlüsse zieht Vorstandssprecher Axel Hellmann aus der Corona-Phase, welche Herausforderungen haben sein Klub und die Bundesliga zu lösen, um gegen die milliardenschweren Vereine in Europa im Spiel zu bleiben.

Axel Hellmann
Axel Hellmann ist seit 2012 Vorstandsmitglied und fungiert seit April 2021 als Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Seit 2001 ist er zudem Rechtsanwalt. Während dieser Zeit hat er bereits verschiedene Positionen bei Eintracht Frankfurt bekleidet, u.a. war er Geschäftsführer von Eintracht Frankfurt e.V. im Zeitraum von 2005 – 2012.
Peter Heß
Kaum jemand kennt Eintracht Frankfurt so gut wie Peter Heß. Schon vor 33 Jahren berichtete er für die F.A.Z. vom wichtigsten Verein der Stadt. Die Sicht auf die Eintracht ging auch nicht verloren, als Heß zuständiger Redakteur für den Sportteil der Sonntagszeitung wurde und später für einige Jahre das Amt des Fußball-Chefs in der F.A.Z. übernahm. Heß erwarb sich mit seiner Berichterstattung von Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und nicht zuletzt über das Welttennis den Ruf eines analytischen Kritikers – mit unbestechlichem Blick für Stärken und Schwächen der Hauptdarsteller.
Über die Sprecher
Axel Hellmann
Vorstandssprecher, Eintracht Frankfurt e.V.
Peter Heß
Sport

Feuilleton

10:30 – 11:15 Uhr
Vom Klima der Erde bis zu fernen Eismonden: Europas Vision für den Weltraum

Die Weltraumbegeisterung erlebt eine Renaissance: Nationale und private Akteure verfolgen ehrgeizige Pläne im Erdorbit und auch weit darüber hinaus. Was ist Europas Rolle in all dem? Welche Ziele sollten strategisch im Vordergrund stehen? Und wie wird die internationale Raumfahrt mit den Folgen des Ukrainekrieges umgehen? Der ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher diskutiert die europäischen Pläne für die Nutzung und Erkundung des Alls.

Dr. Josef Aschbacher
Dr. Josef Aschbacher ist seit März 2021 Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Paris. Der gebürtige Österreicher hat sein Studium der Naturwissenschaften an der Universität Innsbruck mit einem Master und einem Doktortitel abgeschlossen. Er blickt auf eine erfolgreiche internationale Laufbahn in der Raumfahrt mit über 35 Jahren Berufserfahrung bei der Europäischen Weltraumorganisation, der Europäischen Kommission, dem Asiatischen Institut für Technologie und der Universität Innsbruck zurück. Er ist ein weltweit anerkannter Experte für Umweltbeobachtung aus dem All und für Meteorologie. Im Jahr 2021 erhielt Josef Aschbacher die Grande Ufficiale Ordine al Merito della Repubblica Italiana, die höchste Nicht-Italienern verliehene Auszeichnung.
Dr. Sibylle Anderl
Geboren am 29. November 1981 in Oldenburg (Oldb). Studierte in Berlin Physik und Philosophie auf Diplom und Magister mit Abschlussarbeiten in der Astrophysik und Philosophie des Geistes. Während ihres Studiums arbeitete sie nebenbei als Illustratorin von Schul- und Kinderbüchern. Für ihre Doktorarbeit wechselte sie an die Universität Bonn, um im Fach Astronomie/Astrophysik über Stoßwellen im interstellaren Medium zu promovieren. Von 2013 bis 2017 erforschte sie anschließend am Institut de Planétologie et d'Astrophysique de Grenoble die Entstehung von Sternen und arbeitete parallel zu Themen der Wissenschaftsphilosophie. Seit 2010 war sie für die F.A.Z. zunächst als freie Autorin und seit 2017 als Redakteurin im Feuilleton, Ressort „Natur und Wissenschaft“, tätig. 2019 wurde sie mit dem Roelin-Preis für Wissenschaftspublizistik ausgezeichnet. Im Dezember 2021 übernahm sie die Leitung des Wissenschaftsressorts der F.A.Z. und F.A.S.
Über die Sprecher
Dr. Josef Aschbacher
Generaldirektor, Europäische Weltraumorganisation (ESA)
Dr. Sibylle Anderl
Feuilleton
10:30 – 11:15 Uhr
Das Vermächtnis der deutschen Romantik – was sagen uns die Romantiker heute?

Wofür wurde die Romantik schon alles verantwortlich gemacht? Für einen fatalen Irrationalismus, den deutschen Faschismus und zuletzt sogar für die Querdenker-Bewegung. Keine dunkle Seite der Geschichte scheint zu düster, als dass man sie nicht mit der deutschen Romantik in Verbindung bringen könnte. Dabei gibt es nicht die Romantik, sondern nur viele, sehr unterschiedliche Strömungen. Was können wir von den Romantikern heute lernen? Darüber diskutiert F.A.Z.-Redakteur Simon Strauß mit der Leiterin des Freien Deutschen Hochstifts Anne Bohnenkamp-Renken.

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken
Anne Bohnenkamp-Renken ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur an der Goethe-Universität Frankfurt und Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts /Frankfurter Goethe-Museums. Von 1989 bis 2003 lehrte sie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der LMU München. 2003 folgte sie dem Ruf nach Frankfurt an das FDH. Leitung mehrerer, auch digitaler Editionsprojekte; Erweiterung des Frankfurter Goethemuseums um ein Deutsches Romantik-Museum (Eröffnung 2021). Mitglied der Akademien der Wissenschaften zu Göttingen und Mainz sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Simon Strauß
Geboren 1988 in Berlin. Studium der Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Promotionsstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Oktober 2016 ist er Redakteur im Feuilleton. 2017 veröffentlichte er sein erzählerisches Debüt „Sieben Nächte“. Seit 2018 gehört er zum Vorstand des Vereins Arbeit an Europa e. V. und ist Initiator des europäischen Zeitzeugenprojekts „European Archive of Voices“. 2019 erschien sein Buch „Römische Tage“.
Über die Sprecher
Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken
Direktorin, Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museums
Simon Strauß
Feuilleton
14:15 – 15:00 Uhr
Koscher oder halal? Wege aus der Identitätskrise

Als Paar fallen sie auf, schon allein, weil ihre Biographien unterschiedlicher nicht sein könnten: Sie ist die Nachfahrin pakistanischer Flüchtlinge, aufgewachsen in einem sozialen Brennpunkt Frankfurts. Er ist Nachkomme von Holocaust-Überlebenden, der in einem sozialistischen Kibbuz in der Wüste von Israel groß wurde. Ein Gespräch mit den Autoren der Kolumne „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel. Das Gespräch führt Elena Witzeck.

Saba-Nur Cheema
Saba-Nur Cheema (geboren 1987 in Frankfurt) ist Politikwissenschaftlerin und Antirassismus-Trainerin. Sie ist Mitarbeiterin der Bildungsstätte Anne Frank und war von 2015 bis 2021 die pädagogische Leiterin. Cheema ist Mitglied im Expertenkreis zu Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung. Vergangenes Jahr hat sie für die Bundeszentrale für politische Bildung das Online-Dossier „Jüdisches Leben in Vergangenheit & Gegenwart“ konzipiert und herausgegeben. Gemeinsam mit Meron Mendel schreibt sie die Kolumne „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“ in der FAZ. Mit ihm und Eva Berendsen hat Cheema 2019 den Sammelband „Trigger Warnung“ über Identitätspolitik herausgegeben.
Prof. Dr. Meron Mendel
Prof. Dr. Meron Mendel, geb. 1976 in Israel, ist Professor für transnationale Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank. Er studierte Geschichte und Erziehungswissenschaften in Haifa und München. 2010 promovierte er an der Goethe Universität. Mendel publiziert regelmäßig zum Thema Israel, Identitätspolitik und Antisemitismus. Gemeinsam mit Saba-Nur Cheema schreibt er die Kolumne „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“ in der FAZ. Mit ihr und Eva Berendsen hat Mendel 2019 den Sammelband „Trigger Warnung: Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen“ herausgegeben.
Elena Witzeck
Geboren 1987, aufgewachsen in Aschaffenburg. Studium der Anglistik, Komparatistik und Soziologie in Mainz mit Stationen in England, Spanien, Portugal, Brasilien. Während der Semesterferien schrieb sie unter anderem über rheinhessische Kultur. Ausbildung zur Reise- und Magazinjournalistin in München, dann Abschied aus einer sicheren Redakteursstelle zugunsten der Reize des Freiberuflerdaseins in Frankfurt. Es folgten eineinhalb Jahre als freie Autorin bei F.A.Z., dpa und verschiedenen Magazinen. Seit Dezember 2017 Redakteurin im Feuilleton.
Über die Sprecher
Saba-Nur Cheema
Politikwissenschaftlerin und Antirassismus-Trainerin
Prof. Dr. Meron Mendel
Direktor, Bildungsstätte Anne Frank
Elena Witzeck
Feuilleton
15:30 – 16:15 Uhr
Dem Verbrechen auf der Spur: Wie recherchiert ein Krimiautor?

Matthias Altenburg ist als der deutsche Henning Mankell bezeichnet worden. Seine Kriminalromane schreibt er unter dem Pseudonym Jan Seghers, sein ebenso geduldiger wie impulsiver Kommissar heißt Robert Marthaler und hat schon sieben große Fälle hinter sich. Mal geht es um hessische Wahlkämpfe, mal um die Prostituiertenszene, mal um Kunstraub. Immer geht es um Frankfurt. Ein Gespräch mit dem erfolgreichsten Schriftsteller der Stadt über die Kunst, von Verbrechen zu erzählen.

Matthias Altenburg alias Jan Seghers
Matthias Altenburg (geboren 1958 in Fulda) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Unter dem Pseudonym Jan Seghers schreibt er Kriminalromane, zu deren Protagonisten Kommissar Robert Marthaler gehört, dessen Kriminalfälle vom ZDF verfilmt wurden. Er studierte Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Göttingen und wurde bekannt als Verfasser pointierter Essays und Kritiken, in denen er häufig gegen Erscheinungen des Zeitgeistes polemisiert. Unter dem Titel Kampf den Flaneuren veröffentlichte er 1992 eine scharfe Generalabrechnung mit den Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, denen er vorwarf, eine Literatur fern der Lebenswirklichkeit zu produzieren. Altenburg erfüllte in den folgenden Jahren die von ihm erhobene Forderung nach einem neuen Realismus mit seinen eigenen erzählerischen Werken, in deren Mittelpunkt häufig gesellschaftliche Außenseiter stehen. Matthias Altenburg erhielt 1998 den Marburger Literaturpreis. Im Oktober 2008 wurde er ausgezeichnet mit dem Offenbacher Literaturpreis „Schriftsteller im Bücherturm“. Im November 2008 wurde ihm die Schweizer Auszeichnung für Kriminalliteratur, der Burgdorfer Krimipreis verliehen. Sein aktueller Kriminalroman „Der Solist“ führt mit der Figur Neuhaus einen neuen Ermittler ein.
Dr. Matthias Alexander
Geboren 1968 in Hannover. Nach dem Abitur am dortigen Kaiser-Wilhelms-Gymnasium Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Bonn, Bologna, Jena und München. Mit einer Arbeit über die Freikonservativen, eine Partei des Kaiserreichs, 1998 promoviert. 1999 Eintritt in die Rhein-Main-Redaktion. Dort zunächst zuständig für Stadtplanung und Architektur, von 2007 an Ressortleiter. Im Sommer 2020 Wechsel ins Feuilleton, seit Juni 2021 stellvertretender Ressortleiter. Bücher zu Frankfurter Bauten: über das neue Waldstadion, Hochhäuser, ungebaute Projekte und die neue Altstadt.
Über die Sprecher
Matthias Altenburg alias Jan Seghers
Deutscher Journalist und Schriftsteller
Dr. Matthias Alexander
Feuilleton

Rhein-Main

10:30 – 11:15 Uhr
Die Verkehrswende hat begonnen: Gibt es noch eine Zukunft für das Auto?

Fast lustvoll wird derzeit über die Mobilität gestritten: Während viele für die Städte das Ende des motorisierten Individualverkehrs vorhersagen, verweisen andere darauf, dass der Bestand an Autos immer weiter zunimmt. Dabei greifen immer mehr Käufer zu E-Fahrzeugen. All dies gibt Anlass, mit Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) und Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz über die Zukunft des Automobils, neue Antriebe und die Alternativen zum Auto zu diskutieren.

Tarek Al-Wazir
Geboren am 3. Januar 1971 in Offenbach am Main. Nach dem Schulbesuch in Offenbach, Sana’a (Jemen) und Frankfurt (Abitur 1991) leistete er von 1991 bis 1992 Zivildienst und nahm anschließend in Frankfurt das Studium der Politologie auf, das er mit dem Diplom abschloss. Noch als Schüler trat er 1989 den Grünen bei und war von 1992 bis 1994 Vorsitzender der Grünen Jugend Hessen. 1993 wurde er Mitglied der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung, 1995 Abgeordneter des Hessischen Landtags. Von Mai 2000 an führte er die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, von September 2007 an zudem den Landesverband der Partei. Beide Ämter legte er vor der Ernennung zum Hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (seit 2019: Wohnen) sowie stellvertretenden Ministerpräsidenten am 18. Januar 2014 nieder.
Uwe Hochgeschurtz
Uwe Hochgeschurtz ist Chief Executive Officer (CEO) der Opel Automobile GmbH. Er führt den traditionsreichen Automobilhersteller Opel seit September 2021. Zuvor war er CEO Renault Deutschland, Österreich und Schweiz. Der gebürtige Kölner ist auch Mitglied des Top Executive-Teams von Stellantis und berichtet direkt an Stellantis CEO Carlos Tavares. Hochgeschurtz blickt auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Automobilindustrie zurück. Er startete seine Karriere im Jahr 1990 bei Ford, wo er verschiedene Managementrollen innehatte. So war er zum Beispiel als Sales Director für Ford Schweiz und als Product Manager und Head of LCV Marketing in Deutschland tätig. 2001 wechselte er als Head of Worldwide Marketing LCV zu VW. Drei Jahre später ging er zu Renault und war dort in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Produktmanagement tätig, ehe er im Juni 2016 zum CEO von Renault Deutschland ernannt wurde. Geboren am 27. Februar 1963, hat der begeisterte Radfahrer in Deutschland (Wuppertal und Köln), Großbritannien (Birmingham) und Frankreich (Paris Dauphine) studiert und hat einen Master in Betriebswirtschaft und Management. Hochgeschurtz ist verheiratet und hat drei Kinder.
Mechthild Harting
Am 2. Juli 1961 in Wennigsen bei Hannover geboren; hat früh der Familientradition abgeschworen, Studienrätin zu werden. Und dann doch den geisteswissenschaftlichen Faden weitergesponnen. Nach einjährigem Schnuppern in der großen Welt eines deutsch-französischen Verlags in Paris Studium der Germanistik und Geschichte. Nach dem Abschluss von der Pike auf den journalistischen Beruf erlernt: Volontariat bei einer kleinen Zeitung im Südhessischen, dem „Dieburger Anzeiger“. Kurzzeitiger Wechsel auf die andere Seite, in die Pressestelle des Bundes der Steuerzahler in Düsseldorf, 1991 Rückkehr ins mittlerweile liebgewonnene Rhein-Main-Gebiet zum Privatsender Radio FFH, um aus Wiesbaden über die kleinen und großen Geschichten der Landespolitik zu berichten. Seit 1997 schreibt sie in der Rhein-Main-Redaktion über die Region und Frankfurter Kommunalpolitik. Verheiratet, eine Tochter.
Über die Sprecher
Tarek Al-Wazir
Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
Uwe Hochgeschurtz
CEO, Opel
Mechthild Harting
Rhein-Main-Zeitung
10:30 – 11:15 Uhr
Ausbildung oder Studium: Wer macht morgen Karriere?

Nie zuvor hat sich die Welt so schnell verändert, wie sie es heute tut. Was bedeutet das für den Arbeitsmarkt und vor allem: Was bedeutet das für junge Menschen? Über Chancen und Möglichkeiten auf dem Weg zum Beruf, über Abitur und Studium und den Wert der dualen Ausbildung sprechen der hessische Kultusminister Alexander Lorz und die Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertags, Kirsten Schoder-Steinmüller, mit Jacqueline Vogt, Ressortleiterin der Rhein-Main- Redaktion der F.A.Z.

Prof. Dr. R. Alexander Lorz
Prof. Dr. R. Alexander Lorz ist seit Januar 2014 Minister im Hessischen Kultusministerium, wo er von 2012 bis 2014 bereits als Staatssekretär tätig war. 1992 wurde er nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz promoviert. 1999 folgte die Habilitation an der Universität Mannheim. In der Zeit von 2000 bis 2014 war er ordentlicher Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Lehrstuhlinhaber für Deutsches und Ausländisches Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht. Zudem hatte er von 2007 bis 2009 das Amt des Staatssekretärs im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst inne.
Kirsten Schoder-Steinmüller
Kirsten Schoder-Steinmüller ist Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK), der landespolitischen Dachorganisation der zehn hessischen IHKs. In ihrer Funktion vertritt sie das gesamtwirtschaftliche Interesse von 400.000 Mitgliedsunternehmen mit 1,8 Millionen Beschäftigten in Hessen. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der Schoder GmbH in Langen, eines mittelständischen metallverarbeitenden Familienbetriebs. Seit vielen Jahren bildet ihr Unternehmen in verschiedenen Berufen aus und ermöglicht Praktika, auch für Studierende. Schoder-Steinmüller ist zudem seit 2017 Präsidentin der IHK Offenbach am Main.
Jacqueline Vogt
Geboren am 14. März 1962 in London. Aufgewachsen in Frankfurt und Ankara. Studierte Germanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, trat im Februar 1990 in die Redaktion der Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z. ein. Schreibt über Hotels und Tourismus, Kulinarisches und Lebensart. War verantwortlich für die Rhein-Main-Ausgabe der F.A.Z.-Sonntagszeitung, seit 2022 Ressortleiterin der Rhein-Main-Zeitung.
Über die Sprecher
Prof. Dr. R. Alexander Lorz
Hessischer Kultusminister
Kirsten Schoder-Steinmüller
Präsidentin, Hessischer Industrie- und Handelskammertag (HIHK)
Jacqueline Vogt
Rhein-Main-Zeitung
14:15 – 15:00 Uhr
Zwischen Krise und Aufbruch: Wie geht es weiter mit der Kultur?

Die Corona-Krise, Inflation und der Krieg in der Ukraine treffen auch die Kulturszene hart. Die Stadt Frankfurt gilt mit ihrer Museenlandschaft, den Städtischen Bühnen und der freien Szene als besonders reich an Kultur. Doch wie geht es weiter? Dr. Ina Hartwig (SPD), Autorin, Literaturwissenschaftlerin und seit 2016 Kulturdezernentin der Stadt, im Gespräch über Neubauten, Sparzwänge, die Wiederkehr des Publikums und neue Wege.

Dr. Ina Hartwig
Dr. Ina Hartwig, geb. 1963 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin. Nach vielen Jahren als verantwortliche Literaturredakteurin der „Frankfurter Rundschau“ (1997-2009) und Herausgeberin des „Kursbuch“ (2002-2005) war sie freischaffende Autorin, Kritikerin und Moderatorin. Im akademischen Jahr 2015/16 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Juli 2016 ist sie Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.
Eva-Maria Magel
Geboren am 3. Dezember 1970 im unterfränkischen Marktheidenfeld. Hat schon seit der Schulzeit für regionale Zeitungen geschrieben. Studierte zunächst in Regensburg, dann in Paris Germanistik und Romanistik. Dort „Licence Études franco-allemandes“. Danach, mit Studienaufenthalten in Italien, prägende Jahre an der Universität Konstanz, wo sie mit einer Arbeit zu Mme de Staël abschloss. Widmete sich weiter der Literaturwissenschaft und kam dann doch ganz zum Journalismus: 1999/2000 Volontariat bei der F.A.Z., Eintritt in die Kulturredaktion der Rhein-Main-Zeitung. Schreibt vor allem über Theater, Tanz, Film und über Künste für junges Publikum. Bernd-Mand-Preis für Kulturjournalismus der Assitej, Mitarbeit an europäischen Hochschulprojekten. Leitet das Kulturressort der Rhein-Main-Zeitung.
Über die Sprecher
Dr. Ina Hartwig
Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main
Eva-Maria Magel
Rhein-Main-Zeitung
15:30 – 16:15 Uhr
Muss das so aussehen? Misslungene Ecken in der Frankfurter Innenstadt

Viele Straßen und Plätze im Zentrum der Mainmetropole sind lieblos gestaltet und wenig attraktiv. Dabei sind notleidende Einzelhändler dringend auf neue Gäste und Kunden angewiesen. Der Stadtplaner Torsten Becker und der Architekt Stefan Forster diskutieren im Gespräch mit Rainer Schulze, wie die Stadt schöner werden kann.

Torsten Becker
Torsten Becker ist freischaffender Stadtplaner in Frankfurt am Main. Mit seinem Büro tobe.STADT (www.tobestadt.de) bearbeitet er städtebauliche Projekte im gesamten Bundesgebiet. In der Region ist er u.a. für die Planungen zu den Günthersburghöfen in Frankfurt, die nördliche Erweiterung der Anne-Frank-Siedlung in Frankfurt und das neue Wohnquartier Römerwiesen in Hofheim verantwortlich. Torsten Becker ist Mitglied in der SRL (Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung) und wurde in den Bund Deutscher Architekten und die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung berufen. Als Preisrichter und Mitglied desLandeswettbewerbs- und Vergabeausschusses der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen setzt er sich für das Wettbewerbswesen und die Planungskultur ein. Seit 2018 ist Torsten Becker Vorsitzender des Städtebaubeirats der Stadt Frankfurt am Main.
Stefan Forster
Stefan Forster zählt zu den renommiertesten Wohnungsbau-Architekten in Deutschland. Nach dem Studium an der TU Berlin und der IUAV Venedig sowie ersten beruflichen Stationen in Berlin und Mannheim gründete er 1989 das Büro Stefan Forster Architekten. Mit rund 60 Architektinnen und Architekten widmet es sich den Themen städtischer Wohnungsbau, Stadtumbau und Transformation. Von 1988 bis 1993 war Stefan Forster zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wohnungsbau der TU Darmstadt.
Rainer Schulze
Geboren 1978 in Bielefeld. Nach dem Zivildienst in Norwegen studierte er Philosophie und Germanistik in Bonn, Mainz und im schottischen Dumfries. Praktika bei verschiedenen Zeitungen, unter anderen beim „Wiesbadener Kurier“ und beim SWR. Im Jahr 2003 folgte eine Hospitanz bei der Rhein-Main-Zeitung, für die er anschließend als freier Autor tätig war. Von 2006 bis 2008 Volontariat bei der F.A.Z. Ein Stipendium führte ihn 2009 zur „Gazeta Wyborcza“ nach Warschau. Seit April 2008 ist er als Redakteur der Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z. zuständig für Stadtplanung und Architektur. BDA-Auszeichnung für Baukultur 2014/15, Deutsch-Polnischer Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2017.
Über die Sprecher
Torsten Becker
Stadtplaner, tobe.STADT
Stefan Forster
Geschäftsführer und Architekt, Stefan Forster GmbH
Rainer Schulze
Rhein-Main-Zeitung

Podcast

15:30 – 16:15 Uhr
Live-Produktion F.A.Z. Podcast für Deutschland
Andreas Krobok
Geboren am 21. Oktober 1970 in Duisburg. Nach dem Abitur Zivildienst in einer psychosomatischen Kinder- und Jugendklinik und Studium der Wirtschaftswissenschaften. Die journalistischen Anfänge Mitte der neunziger Jahre in der nordrhein-westfälischen Lokalradioszene, später auch freie Mitarbeit bei regionalen Zeitungen wie „NRZ“, „WAZ“ und „Rheinische Post“. Ende des Jahrtausends Ausbildung zum Multimediaredakteur an der Hörfunkakademie in Dortmund, anschließend Volontariat bei der dpa in Frankfurt. 2001 Anstellung als Redakteur und Chef vom Dienst bei der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX, ab 2007 Redaktionsleiter Audio/Video. Seit August 2014 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Leiter Audio/Video bei FAZ.NET.
Prof. Dr. Ralph Rotte
geb. 1968, studierte Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre, Angewandte Ökonometrie und Geographie in München, promovierte (1995) und habilitierte (2001) an der Universität der Bundeswehr München, und ist seit 2001 Professor für Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen an der RWTH Aachen University. Zuvor war er u.a. Research Affiliate des Centre for Economic Policy Research in London (1997-2001), Gastdozent an der Universität Bonn (1998) und Referatsleiter in der Hanns Seidel-Stiftung in München (2000/01). Gegenwärtig ist er Research Fellow des Institute of Labor Economics (IZA) in Bonn und Fellow der Global Labor Organization (GLO). Seine Forschungsschwerpunkte sind internationale Sicherheit, Strategische Studien, Konflikt- und Kriegsforschung, Internationale Politische Ökonomie sowie die internationalen Beziehungen des Heiligen Stuhls.
Über die Sprecher
Andreas Krobok
Audio & Video
Prof. Dr. Ralph Rotte
Professor für Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen an der RWTH Aachen University
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F.A.Z

14:15 – 15:00 Uhr
Der neue F.A.Z.-Tower: Architektur für eine Zeitung im Wandel

Vorstellung des neuen „Zuhauses“ der F.A.Z. und wie sich in dem Gebäude die neuen Arbeitswelten eines Medienunternehmens widerspiegeln: Kollaboration, Konvergenz der Mediengattungen, hybrides Arbeiten.

Dr. Volker Breid
Volker Breid ist seit dem 1. April 2018 Geschäftsführer (COO) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH. Er verantwortet die Bereiche Professional Publishing, strategische Unternehmensentwicklung, Finanzen und Controlling, Personal, Recht, Herstellung und Strategischer Einkauf, Unternehmens-IT und interne Services der F.A.Z. GmbH. Er ist zudem Geschäftsführer der Frankfurter Societät GmbH. Zuvor verantwortete der promovierte Betriebswirt als Sprecher der Geschäftsführung die Motor Presse Stuttgart (MPS) und war lange Jahre in verschiedenen Positionen für Gruner + Jahr tätig, unter anderem als Geschäftsführer der G+J-Verlagsgruppe Frauen/Familie/People und als Vertreter der leitenden Angestellten im G+J Aufsichtsrat. Seit August 2018 engagiert er sich als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Verbands Hessischer Zeitungsverleger (VHZV). Er ist seit Oktober 2018 Mitglied im Präsidium der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), seit November 2018 Stellvertretender Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der RADIO/TELE FFH GmbH & Co. Betriebs-KG (Radio FFH) und seit Mai 2021 Mitglied im Präsidium des Aufsichtsrats der Frankfurter Volksbank eG. Der gebürtige Aschaffenburger studierte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Carsten Knop
Begann 1993 sein Volontariat bei der F.A.Z.; 1995 erste Redakteursstelle: Für die „Börsen-Zeitung“ ging es nach Düsseldorf. 1996 Rückkehr in das dortige F.A.Z.-Büro; ab 1999 Wirtschaftskorrespondent in New York. 2001 Umzug nach San Francisco. 2003 Rückkehr nach Frankfurt. Ab Anfang 2007 verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, später zudem für die Wirtschaftsberichterstattung. Von 2018 bis 2020 Chefredakteur digitale Produkte, seit April 2020 Herausgeber.
Birgit Ochs-Koffka
Im Oktober 1966 in Wiesbaden geboren, in Idstein aufgewachsen, in Frankfurt studiert. Studium der Germanistik, Politologie und Soziologie. Mit der Magisterarbeit in die Ferne gestrebt, dann besann sie sich wieder auf Naheliegendes und schrieb als freie Mitarbeiterin für Lokalzeitungen, bevor 1994 ihr Volontariat bei der F.A.Z. begann. 1996 Eintritt in die Wirtschaftsredaktion. Verantwortlich für „Wohnen“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Über die Sprecher
Dr. Volker Breid
Geschäftsführer F.A.Z.
Carsten Knop
Herausgeber
Birgit Ochs-Koffka
Wohnen
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